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als laïos, könig von theben, durch einen orakelspruch erfuhr, dass sein sohn ihn später umbringen würde, ließ er ihm die füße durchstechen und aussetzen. für ihn schien die sache damit erledigt.
jedoch der hirte, der oidipus (gr. = schwellfuß) dem tode überlassen sollte, gab statt dessen den knaben dem könig polybos in pflege. dieser erzog den prinzen wie einen eigenen sohn.

als oidipus zum manne gereift war, hörte auch er von jener düsteren prophezeiung. im glauben, polybos sei sein vater, verließ er den palast, um dem geliebten kein leid zufügen zu müssen. auf seiner flucht begegnete er einem gefolge, mit dem ein streit um das wegerecht entbrannte. oidipus erschlug seinen leiblichen vater ohne kenntnis davon...


diese und andere geschichten sind die literarische grundlage des projekts vatermoerder.de. da es momentan opportun scheint, einen kanon zu erstellen, hier also der ständig aktualisierte vatermörder-kanon: